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13.08.2014
Vom Springkraut bis zum Waschbär
Begegnung mit Neobiota im Müritz-Nationalpark



Hohenzieritz ( tour's / PI) - Mit einer neuen Führung des Müritz-Nationalparkamtes zum Thema: „Neo-Was?“ wird mit Klischees zu den Neubürgern in der Pflanzen- und Tierwelt aufgeräumt.

„Das ist die japanische Lärche. Ein Nadelbaum, der aus Japan zu uns nach Deutschland gekommen ist.“ erklärt Müritz-Nationalpark Ranger Sebastian Krage. „Und mittlerweile hat er auch Deutsch gelernt!“ kommt der schlagfertige Kommentar einer der Führungsteilnehmer. Aus Hamburg, dem Ruhrpott und der Eifel haben sich Interessierte im Jugendwaldheim Steinmühle eingefunden, um die „Neo-Was?“-Führung des Müritz-Nationalparks mitzuerleben. Mit einer guten Portion Humor geht es entlang des Grünower Sees, durch den Wald und über Wiesen.

Neobiota, das sind Tier- und Pflanzenarten, die von Natur aus nicht in Deutschland vorkommen, sondern durch uns Menschen hierher kamen. Meist wurden Arten beabsichtigt vom Menschen eingeführt ohne mögliche (unbeabsichtigte) Folgen zu bedenken. Beispiele gibt es auf der Führung überall zu finden und Ranger Sebastian Krage macht deutlich, dass die Frage welches Tier oder welche Pflanze als heimisch betrachtet wird, oftmals auch eine Frage der Zeit und des Blickwinkels ist. Nicht alle Neubürger sind für die heimische Natur einfach nur schädlich. Aber es gibt auch Beispiele, die zum Nachdenken anregen. Der Waschbär, der für seinen Pelz nach Deutschland geholt wurde, ist mittlerweile in fast ganz Europa zu finden.

„Neo-Was?“ ist ein neues Angebot, das dieses Jahr erstmals in das Führungsprogramm des Müritz-Nationalparks aufgenommen wurde. Jeden Donnerstag im August ab 10:00 Uhr geht es vom Jugendwaldheim Steinmühle mit vielen Informationen zu den Neubürgern im heimischen Wald durch die Landschaft des Müritz-Nationalparks.





 

 


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