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07.09.2014
Augenweide statt Gaumenfreude
Nationalpark erklärt Verhaltensregeln für Pilzsammer



Hohenzieritz ( tour's / PI) - Hier ein Grüppchen Schirmlinge, dort ein stattlicher Steinpilz und dann lachen einen auch noch die Pfifferlinge so schmackhaft aus dem Moospolster heraus an. Der herbstliche Wald steckt voller kulinarischer Verführungen, doch für Pilzsammler gibt es im Müritz-Nationalpark einige Regeln zu beachten.

In der Kernzone des Nationalparks dürfen sich nur die tierischen Bewohner an den Leckereien der Natur laben, für alle anderen gilt: Sammeln von Pilzen und Beeren sowie Verlassen der Wege verboten! Würde sich jeder Pilzsammler seinen eigenen Weg durch den Nationalpark bahnen, kämen viele Tiere in Bedrängnis. Jede Störung kostet Energie, weil die Tiere die Flucht ergreifen und ihre Nahrungssuche unterbrechen müssen. Dies ist gerade im Herbst fatal, wenn sich Eichhörnchen und Co. eine Fettschicht für den bevorstehenden Winter anfressen müssen.

Außerdem stehen die Pilze nicht nur zur Dekoration im Wald, sondern erfüllen eine wichtige Funktion. Speziell die von uns so geschätzten Speisepilze nehmen eine entscheidende Rolle im Nährstoffkreislauf des Waldes ein. Viele von ihnen sind nämlich sogenannte Mykorrhiza-Pilze. Als solche umgeben sie die Wurzeln der Bäume mit einem feinen Fadengeflecht und „beliefern“ sie mit Nährstoffen wie Stickstoff oder Phosphor. Die Pilze im Wald helfen mit, den Wald gesund zu halten, was letztlich auch dem Menschen zu Gute kommt.

Wer im Nationalpark Pilze und Beeren sammeln möchte, darf dies in der Entwicklungszone tun, allerdings nur zum privaten Eigenverbrauch und auf schonende Weise. Hält sich jemand nicht an die Regeln, muss er mit einem Verwarngeld rechnen. Viel lieber als Pilzsammler zur Kasse zu bitten, klären die Nationalparkranger über die wundersame Welt der Pilze auf. Sprechen Sie gerne einen der Ranger an, wenn er Ihnen im Gebiet begegnet.

Alle, die noch mehr über die „Kappenträger“ erfahren möchten, können sich der Pilzführung am Samstag, dem 27. September anschließen. Der Feldberger Pilzberater Udo Hopp erklärt sachkundig und unterhaltsam, auf welche Weise Pilze Bäume wachsen lassen oder zum Sterben bringen und welche Rolle sie für den Lebensraum Wald spielen. Los geht es ab 14.00 Uhr vom Jugendwaldheim Steinmühle. Die Exkursion wird etwa drei Stunden dauern.







 

 


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