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07.02.2016
Berliner Seniorenmeisterschaft 2016 im Schach
Der König ist eine Dame - Brigitte Burchardt!

Berlin Treptow-Köpenick (tour's / Hartmut Höckendorf) - Vom 26. Januar bis 4. Februar 2016 fand im Bootshaus der TSG Oberschöneweide in der Nixenstraße die 32. Offene Berliner Seniorenmeisterschaft im Schach statt. Die Rekordzahl von 146 schachbegeisterten reiferen Damen (6) und Herren (140) hatte sich versammelt, um in 9 Runden Schweizer System die Berliner Seniorenmeister (60+) und Nestorenmeister (75+) zu ermitteln. Nach neun Runden war die Sensation perfekt: Brigitte Burchardt (Rotation Pankow) hatte die alten Knaben das Fürchten gelehrt. Mit großartigen 8 Punkten aus neun Partien (sie ließ gegen ausschließlich männliche Gegnerschaft nur zwei Remisen zu!) wurde Brigitte Berliner Seniorenmeister(in). Auf Platz zwei landete der Seniorenmeister des Jahres 2014, Hans-Jürgen Meißner (SV Empor Berlin), der stolze 7 ½ Punkte erreichte. Er gab drei Remisen ab. Vier Spieler kamen auf 7 Punkte. Der dritte Platz ging nach Wertung an Hans-Peter Richter (Königsjäger Süd-West). Reinhard Postler von der ausrichtenden TSG Oberschöneweide lief auf Platz vier ein. Es folgten Jürgen Federau (SC Kreuzberg, 5. Platz) und Hans-Rudolf Kreutzkamp (SK Union Eimsbuettel, 6. Platz).

Natürlich fiel auch die Frauenmeisterschaft an Brigitte Burchardt. Phantastisch ist auch die Leistung von Irmgard Helm (TSG Oberschöneweide, 93 Jahre jung!), die mit fulminantem Endspurt auf 3,5 Punkte und Platz zwei kam. Platz drei ging an Ilse Garms (ESV Eberswalde).

Die Nestorenmeisterschaft gewann Heiner Burger (VfB Hermsdorf) nach Wertung vor Prof. Dr. Hartmut Badestein (SC Friesen Lichtenberg) und Yosip Shapiro (SV Berolina Mitte), alle 6,5 Punkte.

Auch eine Mannschaftsrangliste wurde ermittelt. Dabei bestand eine Mannschaft aus jeweils drei Mitgliedern eines Vereins. Vorjahressieger SV Berolina Mitte (Vandré, Shapiro, Hiller) schaffte es mit 19,0 Punkten wieder auf den ersten Platz, vor der TSG Oberschöneweide (Postler, Hahlbohm, Mellenthin), die auf 18,5 Punkte kam, und dem SV Empor Berlin (Meißner, Kleinert, Schmidt), der 18 Punkte einfuhr.

Geordnet nach Turnierwertzahl gab es zudem folgende Einläufe:
TWZ 1850 – 2049 1. Richter, 2. Allgaier, 3. Prof. Badestein
TWZ 1700 – 1849 1. Kohlmeyer, 2. Trostel, 3. Kleinert
TWZ 1550 – 1699 1. Prix, 2. Junghänel, 3. Schlicht
TWZ < 1550 1. Wahner, 2. Paris, 3. Möller
Brigitte Burchardts hochverdienter Sieg ist für Eingeweihte ganz so erstaunlich nicht. Sie ist immerhin dreimalige DDR-Meisterin und hat auch einmal die DDR-Mannschaftsmeisterschaft mit den Männern von Buna Halle geholt. Und im letzten Jahr wurde sie in Dresden bei der Senioren-Mannschaftsweltmeisterschaft im Schach mit dem Team von Deutschland I sogar Weltmeisterin! Nach ihrem Erfolgsrezept befragt, verriet sie mir, dass sie nach ein paar mageren Jahren mit Rotation Pankow in der Frauen-Bundesliga unbedingt an alte Erfolge anknüpfen wollte. Starker Wille und fleißige Vorbereitung dürften ihr bei der Verwirklichung dieses Ziels sehr geholfen haben. Weiter so, Brigitte!

Der Zweite, Hans-Jürgen Meißner, spielte ebenfalls ein blitzsauberes Schach. Mit etwas mehr Risikofreudigkeit von seiner Seite hätte der Endkampf durchaus noch spannend werden können.

Alle Beteiligen haben Meisterschaft und Gastronomie in den heiligen Hallen der TSG Oberschöneweide in der Nixenstraße sichtlich genossen. Bei über 650 Partien gab es keinen einzigen Streitfall, so dass die Schiedsrichter ein leichtes Amtieren hatten. Ihnen und dem rührigen Referenten für Seniorenschach des Berliner Schachverbandes, Turnierleiter Werner Wiesner, gebührt für die gewohnt perfekte Organisation ein großes Dankeschön. Auf zur 33. Seniorenmeisterschaft im nächsten Jahr!





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