26.09.2017
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06.10.2012
Favorit PASTORIUS siegte im Westminster 22. Preis der Deutschen Einheit
WestminsterWestminster
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Berlin-Hoppegarten (tours/PI-AN) :

Sein Besitzer Franz Prinz von Auersperg meint, dass PASTORIUS bereits etwas Stargehabe entwickle und „vor Menschenmassen kokettiere“. Am Einheitstag, der 3. Oktober, hatte der dreijährige Hengst allen Grund dazu. Vor 11.300 bestens gelaunten Zuschauern in Hoppegarten sicherte sich der auf eine Siegquote von 14 für 10 herunter gewettete aktuelle Derbysieger den „Westminster 22. Preis der Deutschen Einheit“. Sein Jockey, der „fliegende Holländer“ Adrie de Vries, lag mit PASTORIUS bis zur Zielgeraden in dritter Position und startete dann seinen Angriff auf den vom Start wegführenden DURBAN THUNDER.

Es wurde nicht der souveräne Erfolg, den viele erwartet hatten - Trainer Mario Hofer hatte schon vor dem Rennen das Geläuf als etwas zu schnell bezeichnet – aber letztendlich war PASTORIUS im Ziel mit Richterspruch „leicht“ 1 ¼ Längen in Front, gefolgt von DURBAN THUNDER. Als Dritter schlug sich der ungarische Gast und dortiger Derbysieger 2011 OSTINATO sehr achtbar, der Doppelsieger 2010 und 2011 RUSSIAN TANGO, zweiter Favorit (Siegeventualquote 41:10) war 4 ½ Längen hinter dem Sieger Vierter.

„Mir fällt ein Stein vom Herzen“, jubelte Franz Prinz von Auersperg auf dem Siegespodest. Weder Trainer Mario Hofer noch Jockey Adrie de Vries waren vor den Umarmungen des emotionalen Besitzers sicher. „Anfangs der Zielgeraden hatte ich etwas Angst, er war etwas zu locker unterwegs“, so Adrie de Vries zu seinem Ritt, „aber dann kam er ins Rollen. Es war ein tolles Rennen. Die Atmosphäre in Berlin ist leidenschaftlicher als auf anderen Bahnen. Ich mag die Mentalität sehr“, so der Niederländer.

Alle Zeichen stehen dafür, dass der nächste Auftritt des kräftigen und eleganten PASTORIUS in Ascot stattfindet. Dort wird er auf ein anderes Kraftpaket treffen: FRANKEL ist das bei derzeit 13 Rennen unbesiegte und unumstrittene Wunderpferd. FRANKEL ist nicht zu schlagen, aber zwischen Zwei und Vier wollen wir schon landen“, legte Trainer Mario Hofer das Ziel fest.

Unter den zahlreichen Zuschauern staunte auch Olympia-Sieger Sebastian Brendel über die tolle Atmosphäre. „Ich bin zum ersten Mal in Hoppegarten. Am meisten überrascht mich, wie eng die Rennen manchmal zugehen“, so der Potsdamer. Und hat er sich die Fragen der Taktik erklären lassen? „Da habe ich noch Aufholpotential. In meiner Sportart bin ich bei 1.000 Metern vier Minuten unterwegs, da muss ich mir die Kraft gut einteilen. In dieser Hinsicht sind Pferderennen vielleicht ähnlich“, lachte der Kanute.

17jährige bezwang die männliche Jockey-Elite Bereits im Vorprogramm wurden viele Sympathiepunkte vergeben. Im Finale der Sparkassen Sprint-Serie ging ein Riesenfeld von 14 allesamt chancenreichen Startern über 1200 m der Geraden Bahn. Im Feld die Vorjahressieger TEMBO (2011) und SHOT TO NOTHING (2010), fünf Vorlaufsieger der laufenden Saison und jede Menge Formpferde. Besitzer Christian Sundermann aus München. Racing Manager Harald Schneider und die 17-jährige Reiterin Alexandra Vilmar waren am Morgen die Bahn abgegangen. Man einigte sich, von der inneren Startbox einfach geradeaus den kürzesten Weg zu gehen – eine unkonventionelle Taktik, da sich in Gerade Bahn-Rennen in Hoppegarten das Feld immer an der Barriere auf der Außenseite „knubbelt“.

Für die junge Alexandra war der Ritt auf dem vierjährigen Wallach ACH WAS ihr erster Lebensritt. Sie hielt sich strikt an die vereinbarte Route und rettete einen Kopf-Vorteil ins Ziel. Zur riesigen Siegquote von 366:10 verwies sie die komplette Jockey-Herrenriege auf die Plätze – Andrasch Starke auf der Favoritin EDMEE wurde Zweiter, daher kamen CHARLES DARWIN (Alex Pietsch) und WORLD´S DANGER (Eddi Pedroza) ins Ziel. „Die Startbox ging auf, ich war erste, und ich dachte, dann gehe ich meinen Weg“, formulierte die sympathische Reiterin den ersten – und gleich siegreichen – Ritt ihres Lebens. Obwohl wenige im Publikum den Sieger getroffen hatten, wurde das Team, allen voran Alexandra Vilmar, begeistert gefeiert. In diesem Rennen wurde die Viererwette mit einer Garantieauszahlung von mindestens 20.000 EUR ausgespielt. Diese war so intensiv gewettet, dass über 38.000 zur Auszahlung standen. Drei Wetter sagten die ersten vier Pferde richtig voraus und jedem wurden 12.732 EUR ausgezahlt.

Bei den Zweijährigen gab NUNTIUS (Jockey Pedroza / Trainer Wöhler) als Halbbruder des Spitzendreijährigen NOVELLIST einen guten Einstand. Trainer Hans-Juergen Gröschel aus Hannover erzielte mit FOREIGN PRINCESS und IRONHEART einen Doppelerfolg, JACKOBO gewann den Bellevue-Ausgleich für den Hoppegartener Trainer Uwe Stech.

Die gut gelaunten Wetter sorgten für einen sehr erfreulichen Wettumsatz von EUR 365.973,94. Am Sonntag, den 14. Oktober, ist um 14.00 Uhr der erste Start beim SAISONFINALE 2012 in Hoppegarten.

 

 


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