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04.12.2012
Rennbahn Hoppegarten - auf gutem Weg
RennbahnRennbahn Hoppegarten
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Berlin-Hoppegarten (tours/PI) :

In der Saison 2008 in Deutschland auf Platz 7, in 2012 bereits auf Platz 3 - in nur fünf Jahren konnte die Rennbahn Berlin-Hoppegarten ihre Position in der Gunst der Wetter signifikant verbessern. Um 9% auf 28.739 Euro legte der Wettumsatz pro Rennen gegenüber dem Vorjahr zu, im Vergleich zu 2008, der ersten Saison nach der Privatisierung der Rennbahn, beträgt die Steigerung 47%. Der wesentliche Grund war das weiter verbesserte sportliche Niveau - an neun der insgesamt zehn Renntage standen international oder national bedeutende Hauptrennen im Mittelpunkt. Zum Vergleich: Die acht Renntage der Saison 2008 verfügten mit dem Preis der Deutschen Einheit über lediglich einen vergleichbaren Höhepunkt.

Der 2011 erstmals seit 1944 nach Hoppegarten zurückgekehrte Grosse Preis von Berlin hatte mit dem im Besitz der Familie Rothschild stehenden und vom legendären Pariser Trainer André Fabre vorbereiteten Hengst MEANDRE einen populären und hochklassigen Sieger - seit der französischen Superstute CORRIDA (Siegerin im Grossen Preis von Berlin 1937, zweifache Arc-Siegerin) war kein französisches Pferd dieser Klasse in Berlin am Start. Im Westminster 22. Preis der deutschen Einheit lockte das Preisgeld von 80.000 Euro ebenfalls Klassepferde an. Der amtierende Derbysieger und deutsche Championdreijährige PASTORIUS siegte leicht. Knapp drei Wochen später erzielte er in den englischen Champion Stakes einen achtbaren vierten Platz gegen das beste Pferd der Welt FRANKEL.

An den Hoppegartener Wettschaltern wurden 2012 insgesamt gut 2,1 Mio. Euro umgesetzt, ein erfreuliches Plus von 10%. 74.100 Besucher wurden an den wie im Vorjahr zehn Renntagen gezählt, ein leichter Rückgang von 6%. Wie Geschäftsführer Andreas Neue betonte, sei dies wesentlich den ersten drei Renntagen geschuldet, an denen die Temperaturen jeweils 10 Grad unter den Vergleichstagen des Vorjahres lagen. „Ebenso haben wir eine große Einladungsaktion mit einem Partner in diesem Jahr nicht wiederholt, sagte er.“

Auch die Erfolge der Hoppegartener Trainingszentrale können sich sehen lassen. Obwohl die galoppierende Geldmaschine VANJURA (Gewinnsumme 2011: 292.000 Euro) nicht mehr im Rennstall ist, griffen Hoppegartener Pferde 2012 erfolgreich auf breiter Basis an und galoppierten insgesamt 699.953 € an Rennpreisen ein, davon 199.300 € in Gruppe- und Listenrennen. Allen voran an der Spitze die Sieger der zwei besten Zweijährigen-Rennen Deutschlands und damit höchsteingestuften Vertreter des Jahrgangs: LIMARO als Sieger im Kölner Preis des Winterfavoriten sowie FLAMINGO STAR als Sieger im Krefelder Herzog von Ratibor-Rennen. Beide stehen im Erfolgsstall von Trainer Roland Dzubasz und sollen in den großen Rennen der Saison 2013 entscheidend mitmischen, LIMARO eher über die Meile und Mitteldistanzen, FLAMINGO STAR hält Dzubasz für sein Derbypferd mit Stehvermögen.

Bis 1945 stellte die damals riesige Hoppegartener Trainingszentrale regelmäßig den Trainerchampion, im wiedervereinigten Deutschland hat sich Trainer Roland Dzubasz kontinuierlich in das Vorderfeld vorgearbeitet - der 5. Platz in 2009 und 2007 waren bisher seine besten Positionen. Aktuell führt Dzubasz die Rangliste mit 54 Siegen an, und so hat Berlin eine realistische Aussicht, erstmals seit 1944 wieder den gesamtdeutschen Trainerchampion zu stellen.“

 

 


© Nebelhorn Verlag 2012