21.11.2017
Startseite > Sport

Diese Seite einem Freund empfehlen.

 

Ihr Name:


Ihre E-Mail Adresse:


E-Mail Adresse des Empfängers:


10.06.2013
Die Champions-League der Galopper traf auf Brandenburger Unternehmen
Hoppegarten (tour`s / prawi) :

Sport, Spannung und Spaß waren die Markenzeichen des vierten großen Events 2013 auf der Galopprennbahn im Grünen vor den Toren Berlins. Höhepunkt: das mit 70.000 Euro dotierte „Diana Trial“ über 2000 Meter, nach dem „Großen Preis von Berlin“ das wichtigste Rennen auf einer der schönsten Bahnen Deutschlands. Für Pferde und Jockeys die wichtigste Prüfung vor dem Stutenderby, dem „Henkel-Preis der Diana“ (400 000 Euro) im August in Düsseldorf.

Am zweiten Julisonntag gab es aber auch eine Premiere auf der Hoppegartener Bahn. Es war der erste „Renntag der Brandenburger Wirtschaft“. Die Spitzenklasse des Galopprennsports, gewissermaßen die Champions League der schnellen Vierbeiner, traf auf Brandenburger Unternehmen. mehr …

Die Rennbahn hatte sich deshalb auch in eine Messe verwandelt. Namhafte Unternehmen wie der Energiedienstleister EWE, RWE, der Online-Händler getgoods.de und die IHK Potsdam hatten ihre Stände aufgebaut. Auffallend: Viele Jugendliche suchten den Kontakt zu den Firmen, die noch mehr als 1000 Lehrstellen anzubieten haben.

Ministerpräsident Matthias Platzeck war der Schirmherr des Renntages, wollte ursprünglich selbst anwesend sein. Das verhinderte jedoch die dramatische Hochwasserlage in Wittenberge und anderen Orten. Dort wurde der Rat des seit dem Oder-Hochwasser 1997 fluterprobten „Deichgrafen“ gebraucht.

Der Potsdamer Regierungssprecher Thomas Braune, die „Stimme“ des Ministerpräsidenten: „Die Rennbahn Hoppegarten verkörpert kulturelle Tradition und sportlichen Wettkampf auf höchstem Niveau. Brandenburg kann sich glücklich schätzen, eine solche renommierte Sportstätte in seinem Land zu beherbergen. Um so größer ist unser Dank, dass die Vereinigung ‚Pro Brandenburg’ und die Rennbahn die Initiative für einen ‚Renntag der Brandenburger Wirtschaft’ ergriffen haben. Auch für brandenburgische Unternehmen ist dies ein perfekter Ort, um sich zu präsentieren. Dass dies mit der Werbung um beruflichen Nachwuchs einhergeht, ist eine wegweisende Verbindung.“ Höchstes Lob also aus berufenem Munde.

Im sechsten Rennen des Tages, dem seit 2009 in Hoppegarten ausgetragenen „Diana Trial“, ging es neben dem begehrten Sieg auch um immerhin 70.000 Euro.

Auf den Tribünen, dem Rasen davor und in den Logen gebannte Spannung, nachdem die zehn dreijährigen Stuten die Starboxen verlassen hatten und die 2000 Meter des klassischen Zuchtrennens, bei dem alle Pferde das gleiche Gewicht (58 Kilogramm) tragen unter die Hufe nahmen. Bedingungen, um das wirklich beste Pferd zu ermitteln.

Nach den bisherigen Ergebnissen waren Swordhalf aus dem Gestüt Wittekindshof von Andreas Wöhler unter Jockey-Legende Pedroza und Daksha, die Winterkönigin, geritten von Johan Victoir (ebenfalls Gestüt Wöhler), die Favoriten.

Doch wie so oft korrigierte die Wirklichkeit Tipps und Erwartungen: Die aus München angereiste Stute Ars Nova unter dem italienischen Jockey Andrea Atzeni erwies sich als das stärkste Pferd, gefolgt von Oriental Lady und Artemisia. Auf den ersten drei Plätzen drei Außenseiterinnen.

Swordhalf bewies bei ihrem Jahreseinstand noch zu wenig Wettkampfhärte und Stehvermögen – nur Platz zehn. Daksha und Mitfavoritin Quilita wurden Fünfte und Sechste – unter den Erwartungen.

Ars Nova bescherte Besitzer Hans-Gerd Wernicke einen wichtigen Sieg, den Zweiten in ihrem sechsten Rennen. Wernicke war gerührt. Als die deutsche Nationalhymne erklang, kämpfte er mit Tränen …

Und einen „Heimsieg“ gab es auch. Der vier Jahre alte Hengst Dabbitse aus dem Hoppegartener Rennstall von Trainer Christian Zschache mit dem 20jährigen, aus Storrington (West Sussex) Jockey Harry Bentley im Sattel, hatte im „Preis der Jungheinrich Gabelstapler“ (20 000 Euro) auf der 1000-Meter-Sprintstrecke im Finish den Hals vorn.

Die Sieger dieser beiden Rennen haben eins gemeinsam: Sie sind Nachkommen von Soldier Hollow. Dieser Hengst konnte sich als Vierjähriger 2004 mit dem Titel „Galopper des Jahres“ schmücken.

 

 


© Nebelhorn Verlag UG 2013