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02.09.2013
Kanu-Weltmeisterschaft 2013 in Duisburg
Die meisten Goldhamster kommen aus Potsdam und Berlin
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Berlin (tour`s / PI) - Vor heimischer Kulisse auf der Wedau in Duisburg erwiesen sich die deutschen Kanuten als wahre Medaillenhamster. Sie erkämpften in den olympischen Disziplinen drei Mal Gold, ebenso viele Silbermedaillen und eine Bronzene. Das ist eine bessere Bilanz für den Deutschen Kanu-Verband als bei Olympia vor einem Jahr in London.

Zur großen Schar der deutschen Weltmeister gehört jetzt auch der Berliner Marcus Groß (23). Mit seinem Partner Max Rendschmidt aus Essen gewannen er im K 2 über die olympische 1 000-Meter- Distanz souverän vor dem Boot aus Weißrussland.

Bei Olympia vor einem Jahr in London war Marcus Groß mit einem undankbaren vierten Platz ohne Medaille geblieben. Das wurmte den Modellathleten, der für den Ruder- und Kanuverein Berlin startet, mächtig: „Ich wollte auf keinen Fall der Einzige sein, der immer leer ausgeht.“

Bei seinem ersten WM-Titelgewinn half Groß die lautstarke Tröte seiner Eltern. „Sie röhrt ganz eigenartig. Als ich sie gehört habe, gab das einen mächtigen Schub. Das war das Signal zum Endspurt“, sagt der Champion.

In der gleichen Disziplin sicherten sich bei den Frauen Weber (Potsdam) / Dietze (Leipzig) die Weltmeisterkrone.

Die dritte Goldene holten die Männer Kuschela (Potsdam)/Leue (Magdeburg)/Rebstock (Neubrandenburg) /Kretschmer (Potsdam) im nichtolympischen Vierer-Canadier über 1 000 Meter.

Viel Lob erhielten die Gastgeber der 40. ICF Kanu-Rennsportweltmeisterschaft in Duisburg für die perfekte Organisationsleistung der fünf Wettkampftage.

José Perurena López, Präsident des Weltverbandes ICF und IOC-Mitglied aus Spanien, schwärmte: „Was Wimbledon für Tennis oder der Luzerner Rotsee für den Rudersport ist, das ist für uns Kanuten Duisburg.“

Dabei war die Vorbereitung dieses Championats ein wahrer Kraftakt, wie DKV-Präsident Thomas Konietzko betonte. Denn Rio de Janeiro, wo die WM ursprünglich stattfinden sollte, hatte erst vor einem Jahr erklärt, die WM nicht auszurichten.

17 500 Zuschauer verfolgten an den fünf Wettkampftagen die Rennen der 956 Athleten aus 78 Nationen. Zum ersten Mal wurden in Duisburg die Rennen der behinderten und der nichtbehinderten Kanuten innerhalb eines Wettkampfs ausgetragen. Weltverbandspräsident José Perurena López : „Wir haben nicht zwei Regatten, sondern drei Disziplinen Kajak, Kanu und Para-Kanu erlebt.“

In der Nationen-Wertung dieser drei Disziplinen belegt Deutschland den ersten Platz in der Nationenwertung vor dem ewigen Rivalen Ungarn.

 

 


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