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15.06.2014
Erfolgreiche BMX Supercross-Premiere in Berlin:

Favoriten dominieren beim World Cup im Mellowpark
Berlin (tour's / PI) - Maris Strombergs gewinnt den ersten BMX Supercross World Cup in Deutschland. Der zweifache Olympiasieger aus Lettland setzte sich im Finale gegen Twan van Gendt (Niederlande) und Joris Daudet (Frankreich) durch. Auf der 350 Meter langen Strecke im Berliner Mellowpark gelang ihm ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg. „Hier in Europa zu gewinnen, ist für mich immer wieder ein ganz besonderes Gefühl“, so Strombergs nach seinem Titelgewinn, der kurzzeitig nur durch das Wetter gefährdet war. Nach einer einstündigen Regenpause konnten die Finalläufe jedoch beendet werden, auch weil Helfer die Strecke mit Wasserschiebern und Gasbrennern schnell wieder trocken bekamen.

Favoritensieg auch bei den Frauen: Caroline Buchanan (Australien), Weltmeisterin von 2013, hatte wie auch schon zuvor Strombrgs alle Endläufe für sich entschieden. Im Finale lieferte sie sich dann einen packenden Zweikampf mit der Kolumbianerin Mariana Pajon, Olympiasiegerin von London. Erst im Tunnel vor der Zielgeraden gelang es Buchanan ihre Konkurrentin zu überholen. Im Ziel kullerten dann Freudentränen. „Ich bin so stolz auf mich“, sagt die 23-Jährige, „die Tage hier in Berlin waren sehr anstrengend, der Jetlag steckte mir die ganze Zeit in den Knochen – und jetzt der Sieg, das ist wunderbar.“

Für die deutsche BMX-Nationalmannschaft endete das erste World Cup-Wochenende im eigenen Land dagegen enttäuschend. Vier der elf Fahrer hatten sich für die Endläufe qualifiziert, schieden jedoch im Achtelfinale aus. Bundestrainer Simon Schirle: „Luis Brethauer rutscht im entscheidenden Lauf weg, Maik Baier stürzt drei Mal, das darf nicht passieren.“ Mindestens das Viertelfinale wollten die deutschen BMX-Profis erreichen, schließlich hatten die Fahrer zuletzt oft auf Deutschlands einziger Supercross-Strecke im Mellowpark trainiert und so einen Heimvorteil. „Wir werden jetzt die Videos analysieren“, so Schirle. Auch die deutsche Nachwuchsfahrerin Nadja Prieß hatte sich mehr erhofft, sie schied im Viertelfinale aus. In der Gesamtwertung belegte sie den 19. Platz. Man müsse einfach noch mehr trainieren, resümiert Patrick Moster, Sportdirektor des deutschen Radsportbundes. Das Wochenende habe erneut gezeigt wie groß der Leistungsunterschied noch ist.

Die Veranstalter vom Mellowpark ziehen dagegen eine positive Bilanz nach dem ersten BMX-Supercross World Cup in Deutschland. „Wir sind endgültig im internationalen BMX-Sport angekommen“, sagt Jens Werner vom Mellowpark. Schon jetzt stehe fest, dass der Weltradsportverband auch 2015 wieder einen World Cup im Mellowpark austragen wird. Das habe der Weltradsportverband UCI zugesichert. Werner hofft, dass dann auch das Land Berlin die Austragung unterstützt, finanziell und bei der Vermarktung. 184 Fahrer und Fahrerinnen aus 27 Ländern, darunter Olympiasieger und Weltmeister, hätten ein unvergessliches Wochenende in Berlin erlebt, so Werner weiter. Sie haben sich harte aber faire Wettkämpfe geliefert und gleichzeitig die friedliche und ausgelassene Stimmung im Mellowpark kennengelernt.

 

 


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