28.05.2020
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20.06.2012

800 Jahre Fürstlich Anhalt
– eine Spurensuche

800 Jahre Fürstlich Anhalt – eine SpurensucheWörlitzer Schloss im Gartenreich Dessau
Bild: NHV/tour's
800 Jahre Fürstlich Anhalt – eine SpurensucheWörlitzer Schloss im Gartenreich Dessau
Bild: NHV/tour's
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Dessau (tour´s/P. Hörnig):
Eduard Prinz von Anhalt, Oberhaupt des Adelshauses Anhalt-Askanien hatte geladen, und nahezu der gesamte deutsche Hochadel kam ins Schloss Oranienbaum bei Dessau. Schließlich ging es darum, feierlich den 800. Jahrestag der Entstehung des Fürstentums Anhalt zu begehen.
Einige Journalisten hatten Dank der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH bereits wenige Wochen zuvor die Gelegenheit zur Spurensuche in dem ebenso beeindruckenden wie geschichtsträchtigen Landstrich zwischen Harz und Fläming.
Ausgangspunkt der Pressereise, beinahe könnte man es eine Grand Tour der Neuzeit nennen, war Quedlinburg.
Die Grand Tour entstand im Zeitalter der Renaissance. In erster Linie wurden da junge Adlige auf Tour geschickt, um sich mit den Eigenheiten fremder Länder vertraut zu machen – mit Blick auf deren Kultur und Bräuche. Zu den bevorzugten Zielen gehörten damals Italien, Frankreich, Deutschland und die Niederlande. Kunstliebhaber unter den Reisenden hielten natürlich Ausschau nach schönen Werten.
Erste Anlaufstelle der Grand Tour jetzt im Jahr 2012: Gernrode am nordöstlichen Harzrand, in Mischwälder eingebettet und im Norden begrenzt durch den Bückeberg. Zischend und puffend ging es weiter mit der historischen Selketalbahn. Nach der Erstbesteigung des Großen Hausberges zur Besichtigung der mittelalterlichen Burgruine Anhalt, dem Stammsitz der anhaltischen Fürsten, wurde in Ballenstedt übernachtet. Tags drauf standen das Schloss Ballenstedt, das Theater und die Ausstellung „Anhalt 800“ auf dem Programm. Und Carl-Maria von Weber, der Komponist, Dirigent und Namensgeber des Theaters von Bernburg hätte gewiss seine Freude an der Begeisterung gehabt, die die Gäste dem bald 200 Jahre alten herzoglichen Schauspielhaus zollten. Auch Till Eulenspiegel bekam Besuch auf seinem Turm auf dem Schloss zu Bernburg.
Am dritten Tag der Reise stand zunächst Aschersleben auf dem Plan. Nahezu jede Epoche spiegelt sich da in den Bauwerken wider: spannend die Zeitreise von Renaissance über Barock, Fachwerkbauten, Ackerbürgerhäusern bis hin zur Moderne auf dem Bildungscampus Bestehornpark. Seit Anfang Juni kann dort auch das grafische Werk des Künstlers Neo Rauch, in Aschersleben aufgewachsen, besichtigt werden. Anschließend ging es ins Gartenreich Dessau-Wörlitz ins Schloss Luisium, dem Sommersitz der Fürstin Louise von Anhalt-Dessau. Selbstverständlich wurde auch Schloss Wörlitz, Wohnsitz des Gatten Fürst Franz ein Besuch abgestattet. Eine Gondel brachte die Besucher auf die Insel Stein, die einst als Erinnerung an dessen Aufenthalt am Golf von Neapel erschaffen worden war.
Der vierte und letzte Tag der Reise stand ganz im Zeichen von Schloss Oranienbaum, hier vor allem der aktuellen Ausstellung „Dutch Design Huis van Oranje“. Königin Beatrix der Niederlande hatte diese im April eröffnet. Die Monarchin aus dem Hause Oranien, seit dem 17. Jahrhundert dynastisch mit dem Fürstenhaus Anhalt-Dessau verbunden, ist Schirmherrin für die Restaurierung von Schloss und Park Oranienbaum und hatte zu den beeindruckenden niederländischen Design- und Modeobjekten auch einige historische Exponate beigesteuert. Die Sammlung ist noch bis Ende September im Schloss zu bewundern.
Informationen zu den vielfältigen Veranstaltungen im Rahmen 800 Jahre Anhalt unter: www.anhalt800.de

 

 


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