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13.03.2013

ITB sieht deutschlandweit Wellness- und Gesundheitstourismus weiter im Aufwind

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Bild: U.C. / NHV
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Berlin (tour´s / EB - Petra Hörnig)

Der Wellness- und Gesundheitstourismus spielte auch in diesem Jahr eine wichtige Rolle auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin. Laut der GfK-Studie „Mobility Wellness-Trends 2013“ machten 2012 allein 3,9 Millionen Deutsche 4,8 Millionen Wellness-Reisen, davon 71 Prozent im eigenen Land. Das ist laut Antonio Minneci, Marketing Consultant bei der Gesellschft für Konsumforschung (GfK) ein Zuwachs von 3,6 Prozent gegenüber 2011. Wellness ist also weiter im Aufwind. Im Mittelpunkt für den Reisenden steht hier das Ziel: sich vom Alltagsstress zu erholen. Es folgen die Motive, etwas für die Gesundheit zu tun und einem Burn-Out vorbeugen.

Auch die Heilbäder und Kurorte setzen ihren positiven Trend fort. Während jedoch die Zahlen der inländischen Gäste konstant blieben, seien die Übernachtungszahlen ausländischer Gäste durchschnittlich um 6,7 Prozent gestiegen, so Ernst Hinsken MdB, Präsident des Deutschen Heilbäderverbandes.

Brandenburg: Auch Brandenburg setzt auf Gesundheitstourismus. Rund 70 Prozent der Investitionen, die bis 2014 in diesen Bereich fließen sollen, werden vom Ministerium für Wirtschaft- und Europaangelegenheiten des Landes getragen. 30 Prozent übernehmen die 38 Partnerschaftsunternehmen, die sich 2011 zum Netzwerk Gesundheits- und Wellness-Tourismus zusammengeschlossen haben. Dazu gehören Wellness-Hotels und Ferienparks, Thermen und Kurorte, Saunen und Fitnessstudios sowie Reha-Zentren, Kliniken und private Gesundheitsanbieter. Ziel ist es, mehr gesundheitstouristische und medizinisch-therapeutische Angebote zu schaffen und bestehende auszubauen.

Mecklenburg-Vorpommern: Die vital & physio GmbH aus Rostock möchte in Mecklenburg-Vorpommern ein Kompetenzzentrum für Rückengesundheit aufbauen. Die Idee: den Touristen rückengerechte Produkte aus der Region anzubieten. Auch ein Qualitätssiegel für Hotels sowie Qualifizierungsangebote für Multiplikatoren wie Ärzte, Reha-Kliniken und Möbelhersteller sollen entwickelt werden. Die vital & physio GmbH wurde 2002 als Zentrum für Naturheilverfahren, Physiotherapie und Prävention gegründet und unterhält bereits eine Kooperation mit mehr als 20 Hotels und Pensionen im Umkreis von Warnemünde.

Cuxhaven/Niedersachsen: Steigendes Gesundheitsbewusstsein zum einen sowie der demografische Wandel zum anderen wirken sich stark auf das Reiseverhalten aus. Angebote für medizinisch begleitetes und barrierefreies Reisen spielen daher eine immer größere Rolle. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, wurde im Landkreis Cuxhaven eine „Koordinationsstelle für Gesundheitstourismus“ eingerichtet. Aufgabe der Projektleiterin Christine Brandt ist es, bis 2015 die Akteure der beiden unterschiedlichen Wirtschaftszweige – Gesundheit und Tourismus – an einen Tisch zu bringen. Ziel ist es, den Landkreis im deutschlandweiten Tourismus über ein gut aufgestelltes Netzwerk wie auch mit attraktiven, marktfähigen Angebote im Bereich Gesundheitstourismus aufzustellen. Die Ausgangssituation ist denkbar gut: Nicht nur der Tourismus ist in der Region bereits gut positioniert, auch die Gesundheitsbranche kann bereits eine flächendeckende und gute Infrastruktur anbieten.

Wellness-Hotels & Resorts GmbH. Einer Studie der GFK zufolge wird der Familienurlaub zunehmend auch als Wellness-Urlaub gebucht. Daher planen immer mehr Hoteliers Appartements für Familien-Wellness oder Ferienwohnungen speziell für Familien und bieten Kinderbetreuung an. Ein Konfliktthema dabei ist die Nutzung des Poolbereichs. Paare, die ein romantisches Wochenende verbringen wollen, schätzen den Badespaß von Kindern vielfach weniger. Die Hoteliers stehen also vor der Herausforderung, den gegensätzlichen Bedürfnissen nachzukommen. Sie reagieren: Im Vergleich zum Vorjahr bieten bereits weitere 13,78 Prozent der Hoteliers beispielsweise kinderfreie Zeiten im Wellness-Bereich an. Das liegt laut Michael Altewischer, Geschäftsführer von Wellness-Hotels & Resorts auch im Interesse der Familien, die sich eine klare Regelung wünschen, wann die Kinder in den Spa-Bereich dürfen und damit keinen Diskussionen mit anderen Gästen ausgesetzt sind. Nach Aussage von Altewischer steckt in der Zielgruppe Familien noch deutlich Wachstumspotential. Mehr als ein Drittel aller Familien wollten in diesem Jahr auch mehr Geld für Wellness ausgeben. Das entspricht einem Anstieg von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Kooperation der Wellness-Hotels & Resorts steht seit 1997 an der Spitze der deutschsprachigen Wellnesshotellerie. Mittlerweile gehören ihr neben den ersten Pionieren sorgfältig ausgewählte, meist inhabergeführte deutsche Wellness-Hotels an sowie internationale Partner im 4- und 5-Sterne-Bereich. Unabhängige TÜV-Experten prüfen die Häuser unter anderem unter den Aspekten Großzügigkeit, Innovation und Nachhaltigkeit des Spa-Bereichs.



 

 


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