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20.12.2014

Neuer Entwicklungsplan für Nationalpark Jasmund



Sassnitz / Rügen (tour´s / Str.-Hl.) - Im kleinsten der 15 Nationalparks Deutschlands, Jasmund auf Rügen, sollen künftig die Interessen von Natur, Forstverwaltung und Tourismus besser in Einklang gebracht werden. Mit seinen ursprünglichen Buchenwäldern, von denen knapp 500 Hektar seit 2011 als Teil des UNESCO-Weltnaturerbes ausgewiesen sind, und den imposanten Kreidekliffs gehört er zu den spektakulärsten und damit auch meistbesuchten Naturlandschaften Deutschlands. Pro Jahr kommen nach Schätzung der Nationalparkverwaltung mehr als 1,5 Millionen Besucher.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus stellte am 18.Dezember 2014 im Rathaus von Sassnitz einen neuen Entwicklungsplan für den Nationalpark vor. Künftig soll demnach rund um den Königsstuhl noch deutlicher das Motto gelten: Natur Natur sein lassen. So sollen die Waldgebiete ab 2017 nicht mehr bewirtschaftet werden. Außerdem will die Nationalparkverwaltung künftig mehr Bildungsangebote machen und die Besucherströme in den Wäldern und an den Kreidefelsen stärker lenken, um die Natur zu schonen. „Hier zeigt sich, dass die Natur in Mecklenburg-Vorpommern unser Pfund ist und Motor der regionalen Wirtschaft sein kann. Ohne diese einzigartige Natur blieben uns die Touristen weg. Daher sind wir für die Natur, für die Menschen und die Region dazu verpflichtet, dieses Gebiet nachhaltig zu schützen“, erklärte der Minister.

Der Nationalparkplan Jasmund stammte von 1998 und bedurfte einer Überarbeitung. Seit der Gründung des Nationalparks 1990 haben sich die rechtlichen Voraussetzungen geändert. So wurde das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000 etabliert. Große Teile des Nationalparks Jasmund gehören als FFH-Gebiet dazu, weshalb der Nationalparkplan zugleich als FFH-Managementplan für dieses Gebiet fungiert. Zugleich sei der neue Nationalparkplan ebenfalls ein Managementplan für das Weltnaturerbe-Teilgebiet, wie Umweltminister Dr. Backhaus darstellte.

Wie tour´s bereits berichtete, beging das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL im Frühjahr dieses Jahres sein zehnjähriges Jubiläum. Das wegen seiner Ausstellungen und der Aussicht vom höchsten Kreidefelsen, dem Königsstuhl, sehr beliebte Besucherzentrum entwickelt zur Zeit größere Pläne für einen zweiten Standort mit einem UNESCO-Welterbeforum an der „Waldhalle“ inmitten der Buchenwälder des Nationalparks.



 

 


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